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Graduationfeier


Hier in Tansania wird es nun immer wärmer, die Mango-Saison hat begonnen und die Regenzeit steht vor der Tür. Doch die Monate September und Oktober sind auch die Monate der Graduationfeiern. In vielen Schulen wird der Abschluss der 7. Klasse groß gefeiert. Danach geht es dann für die nächsten Schuljahre auf sogenannten Boardingschools, vergleichbar mit deutschen Internaten.

So auch für 4 Kinder des Kinderdorfes, die dieses Jahr ihre Abschlussprüfungen erfolgreich absolviert haben. Zusammen mit der Kindergärtnerin und einer Hausmama sind wir beiden Freiwilligen mit zwei, in der Nacht davor gebackenen und reichlich verzierten Torten im Gepäck losgefahren.



Stattgefunden hat die Feier in einer großen geschmückten Festhalle, in der alle Schüler:innen der 7. Klassenstufen Platz hatten, sowie die Eltern und Familien, Lehrkräfte und sonstige Gäste, wie die Freiwilligen der Schule selbst. Alle 7. Klässler:innen waren schick zurecht gemacht. Sie trugen Kleider und Jackets in einem hellen Blau und gaben somit ein schönes Bild ab. Solch eine Graduationfeier kann schnell mal sechs Stunden gehen, angefangen um 10 Uhr bis in den späten Nachmittag hinein. Doch so schnell wurde es nicht langweilig, denn den Gästen wurde ein vielseitiges Programm geboten. Es wurde viel gesungen, getanzt und jede Stufe hatte etwas eigenes Kleines vorbereitet, von einem kleinen Theaterstück bis zu einer Modenshow mit allen möglichen Berufen, die hier in Tansania üblich sind. Natürlich kamen auch alle möglichen Beteiligten mit einer Rede zu Wort, wie der Schulleiter oder die Elternvertretung, die den 7. Klässler:innen zum Abschluss gratulierten. Die Zeugnisse auf einer Graduationfeier zu überreichen, ist jedoch nicht üblich, diese kommen im Dezember vor den großen Ferien per Post. Gegen Mittag wurde ein typisch tansanisches Buffet mit verschiedenen Reis- und Kartoffelspeisen, einer großen Fleischauswahl, leckeren Salaten und Nachtisch aufgetischt. Nach dem Essen wurden die Kuchen angeschnitten und Fotos gemacht.



Danach wurde nochmal ausgelassen zusammen getanzt und für uns hieß es, dass Hab und Gut der vier Kinder ins Auto zu laden und mit einem lachenden und einem weinenden Auge wurde dann die Heimreise ins Kinderdorf angetreten. Auf der Fahrt fielen dem ein oder andern schon vor Müdigkeit die Äuglein von dem aufregenden und langen Tag zu.

Die vier wurden von einer freudigen Kinderschar und den Hausmamas ganz herzlich empfangen. Spätestens dann war alle Müdigkeit und Traurigkeit vergessen. Schnell schnappten sich die Kinder das Gepäck und ab ging es in die Kinderhäuser, um gemeinsam den Abend ausklingen zu lassen. Nach zwei Wochen Pause im Kinderdorf sind die vier nun wieder aufgebrochen, um sich auf die nächsten Schuljahre auf der Boarding School vorzubereiten, die sie nach den großen Ferien im Januar schließlich antreten werden.

Wir senden liebe Grüße nach Deutschland!

Jurena und Karla

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