Samson

 

Was geschah im….Oktober 2011?


Bei meiner Ankunft im Kinderdorf Mbigili präsentierte sich das Projekt in gutem Zustand. Es zeigt sich, dass die Mitarbeiter verantwortungsbewusst und gut arbeiten. Den Kindern geht es gut, was den Mamas und auch der Hilfe unserer Pädagogin Beate Mundt zu verdanken ist. Die Englischnachhilfe unseres neuen tansaninanischen Lehrers Andrew wird gut angenommen.

Vier Kinder haben die Primary School beendet und warten jetzt auf den Beginn eines neuen Lebensabschnitts in einer weiterführenden Boarding Secondary School in Iringa.

Zur Feier des Tags der Deutschen Einheit flatterte eine Einladung des deutschen Botschafters nach Dar es Salaam ins Kinderdorf. Wir wurden dort würdig von unseren beiden Freiwilligen Malenka und Philip repräsentiert.
ingo und arnold
Unser Jüngster, Arnold, ist bereits 6 Monate alt und ein kräftiges Baby, das immer lacht.
k4
Inzwischen ist kein Zaun, keine Mauer mehr vor unseren Jungs sicher. Sie sind überall und nirgends. Zur Ablenkung hätten wir zu gerne einen Boxsack und Boxerhandschuhe in verschiedenen Kindergrössen! Apropos Schuhe: Auch Kinderschuhe für Jungs und Mädchen in allen Grössen hätten noch in unserem Container Platz, der diesen Herbst ab Schaephuysen nach Tansania verschifft wird! Fragen Sie doch mal im Schuhgeschäft Ihres Vertrauens. Es gibt immer Ausstellungsschuhe, Rückläufe, nicht Verkauftes….

Grade hat uns wieder ein Hilferuf aus einem weit entfernten Dorf erreicht. In diesem Dorf gibt es keinerlei Hilfsorganisationen, Waisenhäuser, nicht mal eine Schule. Die AIDS –Rate ist hoch, die Bewohner leben von der Hand im Mund. Das einzige, was sie von der Außenwelt mitbekommen, sind die Staubwolken der grossen Safarijeeps, die durch ihr Dorf rasen, um Touristen in den Nationalpark zu bringen.
fredi
Fredi Cholobi, 2, lebte nach dem Tod seiner Mutter im Dezember 2010 bei Verwandten, die sich nicht um ihn kümmern, da sein Vater geistig verwirrt ist und dies auf das Kind in den Augen der Dorfbewohner „abfärbt“. Jetzt wohnt er bei uns.

Die Wassersituation ist weiterhin prekär. Es stellte sich heraus, das wir von der Gemeinde kaum Wasser zugeleitet bekommen, weil wir keine Bestechungsgelder zahlen. Glücklicherweise konnte das Board hier einigen Druck ausüben, so daß wir jetzt seit 3 Tagen Wasser haben; aber noch besser ist, dass wir mit der Bohrung des Tiefbrunnens Anfang November beginnen können, um endlich unabhängig zu sein.
trocken
Die Farm ist durch den Wassermangel in der Trockenzeit nahezu lahm gelegt, nur das Pilzprojekt läuft und die Versorgung der Tiere. Auch hier gab es Nachwuchs: 3 ( leider männliche) Kälber, ein weibliches, und 5 Zicklein. Wer an Stierspermien, die nur weibliche Nachkommen ergeben (so was gibt es) in Stickstoff rankommt, kann das gern unseren nächsten Besuchern in einer Thermoskanne mitgeben.

Das Maxihaus strebt der Fertigstellung entgegen. Wie immer beim Bau eines so großen Projektes gibt es kleinere Probleme, die wir aber hier vor Ort gemeinsam lösen. Wir rechnen mit der Einweihung zum 1. Januar 2012.

All diese Entwicklungen und Projekte verdanken wir Ihren Spenden. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit, den Kindern eine glückliche Zukunft zu schenken. Mehr zur Hilfe erfahren Sie auf:

www.mbigili.de

www.charityat.com

http://www.betterplace.org/de/projects/5340-kinderdorf-amani-orphans-home-mbigili-aohm

Mbigili, 30.10.2011 Ingo Lenz

 

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