Mitarbeiter
« Das Kinderdorf in Mbigili | Posted on 03/03/2008 10:14 am by admin
Ingo Lenz, geboren 1967, studierte in Hamburg und arbeitet seit 1989 als Fernsehjournalist (u.a. SPIEGEL TV, „Boulevard Bio“). Im Jahre 2004 drehte er einen Film ueber Ursula Lettgen und ihr Kinderdorf in Kilolo. Als er 2008 wieder in Tansania drehte, entschied er sich spontan, zu bleiben und vor Ort dem neuen Kinderdorf in Mbigili zu helfen. Seit März 2009 ist er als Project Development Manager fuer das Kinderdorf in Mbigili tätig und verbringt 6 Monate pro Jahr in Afrika und 6 Monate in Deutschland, um Spenden fuer das Projekt zu sammeln. Ingo Lenz wohnt in Berlin und freut sich, den Waisenkindern behilflich sein zu koennen.
Grace Moshaext (48 Jahre), wurde in Moshi geboren, beendete dort eine Ausbildung zur Primary School Lehrerin. Sie arbeitete 10 Jahre als Lehrerin, ist Mutter von zwei Kindern und gab Nachhilfeunterricht. 1998 lernte sie Ursula Lettgen und Lyimo Riwato kennen. 2002 begann sie im ersten Kinderdorf in Kilolo zu arbeiten. Dort hatte sie die Stelle einer Hausmutter inne und war für alle Hausmütter, Kinder und für den Förderunterricht verantwortlich.
Sie wechselte 2008 mit ins neue Kinderdorf nach Mbigili. Hier ist sie ebenfalls für alle Hausmütter zuständig und sorgt dafür, dass es den Kindern an nichts fehlt. Grace Mosha ist für die Gesamtleitung aller Hausmamas zuständig.
Richard Alois Minja (28 Jahre), wurde als fünftes von acht Kindern in Moshi geboren. Er konnte die Secondary School nicht beenden, da die finanziellen Mittel der Familie dafür nicht ausreichten. Sein Onkel Lyimo brachte ihn nach Iringa und Ursula Lettgen ermöglichte ihm im ersten Kinderdorf Kilolo als Gärtner zu arbeiten. Bald kamen dort seine Talente zum Tragen und 2008 wechselte er ins Kinderdorf Mbigili. Dort kümmert er sich um die Farm, den Garten und die sehr erfolgreiche Pilzzucht. Er beaufsichtigt und organisiert die Arbeiten, die dort geschehen müssen und entwickelt auch neue Ideen, um die Selbstversorgung voranzutreiben.
Alberto Mgulunde wurde als viertes von sechs Kindern geboren und hatte von seinem Elternhaus aus nicht die Möglichkeit, die Schule zu besuchen. Das Geld für Schuluniform, Schulgeld und Schulutensilien nicht vorhanden war. Schon als kleiner Junge sehr zielstrebig, begann Alberto noch im Grundschulalter (mit 9 Jahren) auf Baustellen Ziegelsteine zu schleppen und verdiente sich so 300 TSH (umgerechnet etwa 15 Cent) am Tag. Für jeden geschleppten Ziegel bekam er einen Shilling. Mit diesem Geld erwarb er 3 Schulhefte und einen Stift, und schaffte es, die Schule besuchen zu dürfen. Er schloss alle 7 Jahre der Grundschule als Klassenbester (von 130 Schülern in einer Klasse) ab.
Als Alberto die Secondary School beginnen wollte, schenkte sein Vater ihm sein kleines Radio. Alberto verkaufte es für 16 Euro und bezahlte damit das Schulgeld an. In den Ferien kam er in das gerade im Bau befindliche Kinderdorf in Kilolo, um als Handlanger zu arbeiten. Er fiel Mama Ursula auf und sie entschied, ihn in das Schulgeldprojekt aufzunehmen. Die High School Jahre wurden ihm von Schaephuysen finanziert. Seit 2008 hat er in Mbigili die Einkäufe und Finanzverwaltung und übernommen.
Simon Halifa in Iringa geboren, musste mit 13 Jahren für sich selbst sorgen, seine Mutter konnte nicht mehr für ihn aufkommen. Um sich Bücher, Hefte und Stifte für die Schule leisten zu können, arbeitete er mittags auf dem Mark in Iringa als Träger von Gemüse und Obst. Eines Tages begegnete er Lyimo und Mama Ursula und begann von da an, all ihre Einkäufe zu tragen. Er hinterließ einen positiven Eindruck, und so bot ihm Ursula Lettgen an, nach Abschluss der Primary School im Kinderdorf Kilolo zu arbeiten. Simon erwarb sich mit der Zeit soviel Vertrauen, dass ihm die Ausbildung zum Mechaniker ermöglicht wurde und er seine Führerscheinprüfung machen konnte. Er ist mit nach Mbigili gewechselt, hält im Kinderdorf die Autos instand, erledigt mit Alberto die Einkäufe und liefert wöchentlich das Brot an die Geschäfte und die Pilze an die Verbraucher in Iringa aus.
Er ist ein zuverlässiger Mitarbeiter.
Gerald, (31 Jahre) wuchs als mittlerer von drei Brüdern in großer Armut in Moshi auf. Da er Priester werden wollte, knüpfte er enge Kontakte zur Pfarrei Kimashuku über die er 1998 Ursula und Lyimo kennen lernte. Er bewarb sich bei ihnen um eine Schulförderung, arbeitete noch ein Jahr in der Pfarrei, um dann 7 Jahre lang die drei Tagesreisen entfernte Don Bosco – Schule zu besuchen. 2006 mit einem erfolgreichen Abschluss. Danach arbeitet er ein Jahr für Ursula im Amani Center in Kilolo, bis er 2007 sein Studium Personal- und Projektmanagement in Iringa an der Uni aufnahm. In Mbigili ist er Schriftführer im Board und bietet als Pfadfinderleiter regelmäßig 14 Tage Samstags für Kinderdorf- und Dorfkinder Freizeiten an. Er hat tolle Ideen für die Kinder und ist bei allen sehr beliebt.
Devotha Eriot Msalilwa, Mama Nicki, wie sie von allen genannt wird, kommt aus einer großen Familie mit neun Geschwistern aus der Nähe von Iringa – ein Grund, warum sie gern viele Kinder um sich hat. Sie hat einen achtjährigen Sohn, Nickson, der bei seiner Großmutter lebt. 2005 hat sie als Hausmutter im Amani Center Kilolo, angefangen und ist Ende 2007 nach Mbigili mit ins neue Kinderdorf gewechselt, weil sie gerne bei Ursula bleiben wollte. Sie war für die ersten zwölf Waisenkinder die Ersatzmama und durch ihre immer herzliche und offene Art im Kinderdorf sehr beliebt. Sie wird die Leitung in den neuen Maxihäuser unter sich haben.
Evarist Romanus Mgaya, (38 Jahre) ist der Fahrer des Amani Orphans Home. Seine ruhige, verlässliche Art gab für Ursula Lettgen den Ausschlag, ihm diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übertragen, die Strassen Tansanias sind nicht ungefährlich. Riesige Schlaglöcher im Asphalt und Überlandbusse oder LKW`s mit Höchstgeschwindigkeit sind die Regel. Vorher arbeitete er bereits bei den Nonnen in Mafinga als Fahrer. Seine Frau und seine drei Töchter wohnten in Iringa. Er nahm gerne Ursula`s Angebot nach Mbigili zu wechseln an, um näher bei seiner Familie zu sein. Er ist sehr kinderlieb und wenn er nicht damit beschäftigt ist, Kinder zum Arzt, Mitarbeiter nach Iringa und Mais zur Mühle zu transportieren, kümmert er sich um alle anderen Arbeiten, bei der Hilfe gebraucht wird.
Ajusta Fidege, (24 Jahre) ist aus Imalutwa. Ihre Tante hat als Augenärztin die Kinder im Kinderdorf Mbigili untersucht. Sie erzählte Ursula von Ajustas hartem Leben. Die Eltern, mittellose Bauern, die ihre fünf Kinder nur mit größter Mühe aufziehen konnten, haben Ajusta als einzige zur Schule gehen lassen weil sie so intelligent war. Das letzte Jahr der Secondary School wurde durch das Schaephuysener Schulförderungsprogramm bezahlt. Wie Barak Obama sagt sie: „Yes, I can” und träumte 2008 davon, Premierministerin zu werden. Sie hat ihre gewählte Berufsausbildung bei den Consulata-Sisters abgeschlossen. Jetzt ist sie im Kinderdorf und alle schwärmen von ihrem Können.
Beate Mundt, geboren 1958, Mutter von 5 Kindern, arbeitet seit April 2011 für zwei Jahre als pädagogische Fachkraft im Kinderdorf Mbigili.
Ihre Hauptaufgabe ist die pädagogische Leitung in enger Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Schaephuysen, Ingo Lenz, den Matrons und Hausmamas. Sie unterstützt das bereits implementierte pädagogische System und bringt die weitere Entwicklung durch wöchentliche Workshops voran. Beate ist zuständig für die Einzelarbeit mit den besonders schwierigen Kindern und deren spezielle Förderung, wie auch für die Anleitung und Unterstützung der Freiwilligen bei ihrer Mitarbeit im Kinderdorf.
Als gelernte Kinderkrankenschwester und Heilpraktikerin in systemischer Therapie ausgebildet, und durch ihre weit reichenden Tätigkeiten als Gründerin sowie Leiterin eines Familienzentrums und Koordinatorin aller solcher Zentren in Rheinland Pfalz, später als Sozialarbeiterin im schulischen und Jugendhilfebereich, verfügt sie über viel Erfahrung, die dem Kinderdorf zugute kommen. Im Ausland konnte sie mit ihrem Mann während eines indisch-deutschen Entwicklungsprojekt für behinderte Kinder lehrreiche Eindrücke sammeln und beim Aufbau und der Betreuung des RLP Partnerprojektes “Mu Rugo”, ein Mütter-Familienzentrum in Kigali/Ruanda lernte sie die afrikanische Kultur und Mentalität kennen und schätzen. Sicher wird Beate auch nach ihren zwei Jahren im Kinderdorf weiterhin in Mbigili und Umgebung bleiben. Wir können uns eine Zusammenarbeit nach 2013 gut vorstellen.
Aktuelle Freiwillige in Deutschland und Tansania:
war Studentin der Afrikanistik in Leipzig, als sie unser Projekt Anfang 2008 besuchte. Unser Konzept hat sie so überzeugt, dass sie sich seither aktiv engagiert. Sie ist verantwortlich für die Internetpräsenz sowie die Auswahl und Betreuung von Freiwilligen.
Bei allen Fragen bezüglich der Homepage, Freiwilligendienste oder Interesse an unserem Projekt, sowie Fragen zu Reisen nach Afrika im Allgemeinen, können sie sich jederzeit an sie wenden.
Kontakt:Anna Lena Wachter, Email: wachter.annalena@gmail.com oder Telephon: +49176 20435018
Unsere erste Generation Freiwilliger waren Wiebke Schaper aus Niedersachsen und Jan Ellers aus Süddeutschland. Während ihrer Zeit wurde das pädagogische Konzept erarbeitet und eingeführt. Ihnen folgten Mandana Pour-Razavi aus Süddeutschland und Heiner Holtappels vom Niederrhein. Malenka Büttner aus der Karlsruher Ecke und Philip Thelen aus Moers sind die jetzt in Mbigili anwesenden Freiwilligen. August 2012 fliegen Luisa Tersteegen vom Niederrhein und Christoph Müller aus Leipzig nach Tansania, lösen Malenka und Philip ab. Mittlerweile unterstützt Malenka die Schule mit einem Englischworkshop, das wird Christoph demnächst weiter führen …..