Mitarbeiter
« Das Amani Center Mbigili | Posted on 03/03/2008 10:14 am by admin
Evarist Lyimo (58) wurde in Moshi geboren und arbeitet schon seit 14 Jahren mit Frau Lettgen zusammen. Die beiden trafen sich 1994 in Kimashuku, der Partnergemeinde von Ursulas deutscher Pfarrei. Dort war Lyimo als Katechist beschäftigt. Das heißt, er unterrichtete Kinder und Erwachsene, leitete den Chor, kontrollierte Garten- und Farmarbeiten, trug Sorge für den Zustand der Zufahrtsstraße, kochte gelegentlich für den Pfarrer und bereitete regelmäßig dessen Duschwasser auf Holzfeuer.
Vier Jahre später, anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Partnerschaft beider Pfarreien, kam Lyimo nach Deutschland. Bei diesem Besuch entwickelte er die Idee „etwas für Kinder zu tun”, da der Aufbau der Pfarrgemeinde in Moshi weitgehendst abgeschlossen war und die ersten Straßenkinder in Tansanias Städten sichtbar wurden auf Grund von AIDS.
So kam es 1999 zur Grundsteinlegung für das erste Kinderdorf in Kilolo.
Im neuen Kinderdorf hat er zu viele Aufgaben, um sie alle nennen zu können. Er ist nicht nur Mitgründer und Co-Director, sondern plant und organisiert auch den Aufbau der Farm und des Gartens. Weiterhin führt er Aufsicht über alle laufenden Bauarbeiten und kümmert sich um die vielen Formalitäten und Anträge, die so ein Bauvorhaben mit sich bringt. Auch sämtliche Gäste und Personen des öffentlichen Lebens werden von ihm begrüßt und umsorgt.
Seine besonderen Fähigkeiten liegen im Umgang mit Personal und Kindern.
Er ist die Seele des Kinderdorfes. Das Kinderdorf wäre nicht denkbar, ohne ihn und seine tatkräftige und unermüdliche Arbeit.
Ingo Lenz, geboren 1967, studierte in Hamburg und arbeitet seit 1989 als Fernsehjournalist (u.a. SPIEGEL TV, „Boulevard Bio“). Im Jahre 2004 drehte er einen Film ueber Ursula Lettgen und ihr Kinderdorf in Kilolo. Als er 2008 wieder in Tansania drehte, entschied er sich spontan, zu bleiben und vor Ort dem neuen Kinderdorf in Mbigili zu helfen. Seit März 2009 ist er als Project Development Manager fuer das Kinderdorf in Mbigili tätig und verbringt 6 Monate pro Jahr in Afrika und 6 Monate in Deutschland, um Spenden fuer das Projekt zu sammeln. Ingo Lenz wohnt in Berlin und freut sich, den Waisenkindern behilflich sein zu koennen.
Ursula Lettgen, Mama Ursula, wie sie hier im gesamten Landstrich genannt wird, lebt seit 1999 in Tansania. Nachdem sie das Amani Kinderdorf in Kilolo gegründet und aufgebaut hat, wandte sie sich 2007 einer neuen Herausforderung zu: dem Bau eines weiteren Kinderdorfes nahe der Hauptstraße zwischen Iringa und Dar es Salaam, einer Gegend, in der in zahllosen kleinen Dörfern sehr viele Kinder leben, deren Familien durch AIDS, Malaria und andere Erkrankungen getötet wurden. Unter der Aufsicht von Ursula Lettgen soll dieses Amani Orphans Home Mbigili ihnen ein neues, liebevolles Zuhause bieten.
Grace Mosha (45), wurde ebenfalls in Moshi geboren und beendete dort eine Ausbildung zur Primary School Lehrerin. Sie arbeitete zehn Jahre als Lehrerin. Nach der Geburt ihres ersten Kindes gab sie Nachhilfeunterricht für lernschwache Kinder. 1998 lernte sie in Moshi Ursula und Lyimo kennen, und im Jahr 2002 begann sie im ersten Kinderdorf in Kilolo zu arbeiten. Dort hatte sie die Stelle einer Hausmutter inne und war gleichzeitig für die anderen Hausmütter und Kinder verantwortlich. Nebenher gab sie unseren Kindern Förderunterricht.
Auch in Mbigili steht sie den Hausmüttern vor und sorgt dafür, dass es den Kindern an nichts fehlt. Sie organisiert die Verteilung von Lebensmitteln und Kleidung, kauft ein und verwaltet die Finzanzen für die Kinderhäuser, wenn Frau Lettgen nicht vor Ort ist.
Auf einer Spendensammelreise in Deutschland zusammen mit Lyimo erlernte sie das Stricken und Sticken mit speziellen Maschinen. In Zukunft möchte sie nicht nur selbst nähen und Kleidung herstellen die wir benutzen und verkaufen können, sie möchte auch gerne die anderen Hausmütter und älteren Mädchen in der Kunst des Nähens unterrichten und so einen kleinen Nebenerwerbszweig aufbauen.
Richard Alois Minja (25), wurde als fünftes von acht Kindern in Moshi geboren. Er konnte die Secondary School nicht beenden, da die finanziellen Mittel der Familie dafür nicht ausreichten. Daraufhin entschloss er sich, nach Dar es Salaam zu ziehen und dort für einen Onkel zu arbeiten, der ein Transportunternehmen hatte. Mit dem verdienten Geld gründete er seine eigene kleine Firma und organisierte den Transport von Obst von Mbeya nach Dar es Salaam. Später sattelte er um auf den Transport von selbst gepressten Ziegelsteinen innerhalb Dar es Salaams. Als dieses Projekt durch Fremdverschulden scheiterte, brachte ihn sein Onkel Lyimo nach Iringa und ermöglichte ihm im ersten Kinderdorf als Gärtner zu arbeiten. Bald kam auch dort wieder sein kaufmännisches Talent zum Tragen, und er begann mit einem kleinen Edelholzhandel für und von Kilolo aus.
Wegen seines Eifers bei der Farmarbeit einigten sich Ursula und er darauf, dass er einen Kurs für Pilzzucht in Dar es Salaam belegen sollte, den er sehr erfolgreich abschloss. Als die Pilzzucht in Kilolo aufgebaut war, zog es ihn wieder zur Schule, und er belegte Kurse in Business Agriculture und später General Agriculture. Nachdem er ausgelernt hatte, erweiterte er sein Wissen in einem Kurs über künstliche Befruchtung bei Tieren. Heute operiert und pflegt er alle Tiere in und um Mbigili.
Im Kinderdorf kümmert er sich um die Farm, den Garten und die sehr erfolgreiche Pilzzucht, beaufsichtigt und organisiert die Arbeiten, die dort geschehen müssen und entwickelt zusammen mit Mama Ursula immer neue Ideen, um die Selbstversorgung voranzutreiben.
Richard würde sehr gerne noch einmal zur Schule gehen und seine guten Leistungen in allen bisherigen Kursen geben ihm Recht. Sein Ziel ist es, „Agriculture Officer” zu werden und dann in Mbigili eigenverantwortlich Sorge zu tragen für den gesamten Tierbestand und die Farm. Auch unsere Yatropha Bäume, deren Kerne man zu Dieselöl weiterverarbeiten kann, wachsen und gedeihen unter seiner Aufsicht.
Alberto Mgulunde (25), schließt dieses Jahr sein Studium ab und wird dann für uns arbeiten. Seine Aufgaben: Einkäufe zusammen mit dem Fahrer Evarist und Buchhaltung.
Als viertes von sechs Kindern geboren hatte Alberto von seinem Elternhaus aus nicht die Möglichkeit, die Schule zu besuchen, da das Geld für die benötigte Schuluniform, Schulgeld und Schulutensilien nicht vorhanden war. Schon als kleiner Junge sehr zielstrebig, begann Alberto noch im Grundschulalter (mit 9 Jahren) auf Baustellen Ziegelsteine zu schleppen und verdiente sich so 300 TSH (umgerechnet etwa 18 Cent) am Tag- für jeden geschleppten Ziegel bekam er einen Shilling.
Mit diesem Geld erwarb er 3 Schulhefte und einen Stift, flickte eine alte Schuluniform, die er von seinem Bruder erhalten hatte und schaffte es so die Schule besuchen zu dürfen.Da die Uniform nicht die Farbe der vorgesehenen schulspezifischen Uniform hatte, wurde er von seinen Lehrern geschlagen; um die Eltern zu zwingen, eine neue Schuluniform zu kaufen. Vergeblich – es war kein Geld da.Etwas später legte er eine kleine Baumschule an und verkaufte Setzlinge, um Schulmaterialien und -uniform kaufen zu können.Trotzdem schloss er alle 7 Jahre der Grundschule als Klassenbester (von 130 Schülern in einer Klasse) ab.
Als Alberto die Secondary School beginnen wollte, schenkte sein Vater ihm sein kleines Radio. Alberto konnte es für 16 Euro verkaufen und so das Schulgeld anzahlen. In den Ferien kam er in das gerade im Bau befindliche Kinderdorf in Kilolo, um als Handlanger zu arbeiten. Er fiel durch seinen Fleiß und seine Zielstrebigkeit auf, und Mama Ursula entschied, ihn in das Schulgeldprojekt aufzunehmen.
Er schloss die Secondary School mit “sehr gut” ab und arbeitete anschließend im Kinderdorf, um sich zu revanchieren für die empfangene Hilfe.Auch die beiden folgenden High School Jahre wurden ihm vom Schaephuysener Schulgeldprojekt finanziert. Die High School schloss er ebenso mit Bravour ab.Durch das Schulgeldprojekt gefördert, wird er dieses Jahr sein Studium abschließen, um dann bei uns die gesamte Finanzverwaltung und alle Einkäufe zu übernehmen.
Simon Halifa, in Iringa geboren, verbrachte Teile seiner Kindheit nur mit Mutter oder Vater und musste schließlich mit 13 Jahren anfangen, für sich selbst zu sorgen, da seine Mutter zu dieser Zeit nicht mehr für ihn aufkommen konnte.
Um sich Bücher, Hefte und Stifte für die Schule leisten zu können, arbeitete er mittags auf dem Mark in Iringa als Träger von Gemüse und Obst. Diese harte körperliche Arbeit hinderte ihn nicht daran, sich in der Schule überdurchschnittlich zu engagieren.
Eines Tages begegnete er Lyimo und Mama Ursula und begann von da an, all ihre Einkäufe zu tragen. Er hinterließ einen bleibenden und positiven Eindruck, und so bot ihm Frau Lettgen an, nach Abschluß der Primary School im Kinderdorf Kilolo zu arbeiten. Simon nahm das Angebot wahr und erwarb sich mit der Zeit soviel Vertrauen, dass wir ihm die Ausbildung zum Mechaniker ermöglichten.
Simon war von Begin an beim Aufbau des neuen Kinderdorfes dabei und gehört zu den zuverlässigsten und fleißigsten Mitarbeitern.
Dieser Tage besucht er einen 30-tägigen Kurs, um seine Führerscheinprüfung machen zu können. Anschließend kann er dann nicht nur unsere Autos instand halten, sondern auch selbstständig Einkäufe erledigen oder Waren ausliefern.
Gerald (31) wuchs als mittlerer von drei Brüdern in grosser Armut in Moshi auf. Jeden Tag sah er die majestätische Kulisse des Mount Killimanscharo vor seinem Fenster, aber seine Zukunft schien düster. Da er Priester werden wollte, knüpfte er enge Kontakte zur Pfarrei Kimashuku, über die er 1998 Ursula und Lyimo kennenlernte, die dort mit Spenden verschiedenen Menschen halfen. Als er sich an sie wandte um Schulgeld gesponsert zu bekommen, hatte Ursula zunächst ihre Zweifel, ob dieser total verarmte und zerlumpte Junge ihr Vertrauen rechtfertigen würde. Lyimo glaubte an ihn, und so beschlossen sie, dass Gerald noch ein Jahr in der Pfarrei arbeiten solle, um dann 7 Jahre lang die drei Tagesreisen entfernte Don Bosco-Schule zu besuchen, die er 2006 erfolgreich abschloss. Nach der Schule arbeitete er, wie in den Ferien üblich, für Ursula im Amani Center in Kilolo, bis er 2007 sein Studium über Personal- und Projektmanagement aufnahm. Seit 2008 verbringt er seine Semesterferien im Amani Orphans Home in Mgibili, wo er sich aber nicht auf die faule Haut legt, sondern als „Alleskönner” eine unschätzbare Hilfe für Ursula geworden ist. Durch seine Pfadfinderjahre hat er tolle Ideen für die Kinder und ist bei allen sehr beliebt. Und als sei das nicht schon genug, lernt er abends per Cambridge-Fernstudium noch Finanzmanagement.
Devotha Eriot Msalilwa, Mama Nicki, wie sie von allen genannt wird, kommt aus einer grossen Familie mit neun Geschwistern aus der Nähe von Iringa- ein Grund, warum sie gern viele Kinder um sich hat. Aus einer gescheiterten Ehe hat sie einen achtjährigen Sohn, Nickson, der bei seiner Grossmutter lebt. Sie hat vor drei Jahren als Hausmutter bei Ursula Lettgen im Amani Center, Kilolo, angefangen und wechselte Ende 2007 nach Mbigili, weil sie bei Ursula bleiben wollte. Hier ist sie im blauen Haus die Ersatzmutter für die ersten zwölf Waisenkinder und durch ihre immer herzliche und offene Art schnell zum Mittelpunkt des sich entwickelnden Kinderdorfes geworden.
Evarist Romanus Mgaya, (34) ist der Fahrer des Amani Orphans Home. Seine ruhige, verlässliche Art gab für Ursula Lettgen den Ausschlag, ihm diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übertragen, denn die Strassen Tansanias sind nicht ungefährlich. Riesige Schlaglöcher im Asphalt und Überlandbusse oder LKW`s mit Höchstgeschwindigkeit sind die Regel. Evarist lernte Ursula vor gut einem Jahr durch die Nonnen in Mafinga, weit von Iringa entfernt, kennen, für die er bereits als Fahrer arbeitete. Da seine Frau und seine drei Töchter in Iringa wohnen, nahm er gern Ursula`s Angebot an, in Mbigili zu arbeiten, um so näher bei seiner Familie zu sein. Er ist sehr kinderlieb und wenn er nicht damit beschäftigt ist, die Kinder zum Arzt, Ursula in die Stadt oder Mais zur Mühle zu transportieren, kümmert er sich auch noch um alle anderen Arbeiten, bei der Hilfe gebraucht wird
Anna Mtenda, 20, aus Mbigili kam im März ins Kinderdorf, um für uns zu arbeiten. Sie lebt mit ihrer Mutter und zwei Brüdern in Mbigili und hat elf Schuljahre absolviert- dann ging das Geld aus. Also musste sie die Secondary School im vierten Jahr abbrechen und Geld für die Familie verdienen. Im Kinderdorf fiel schnell auf, dass sie zu qualifiziert ist, um nur Pflanzen zu bewässern, und schon bald half sie den Mamas mit den Kindern, spielte mit ihnen oder studierte Tanz und Gesang mit ihnen ein. Im Farmbereich wurde sie schnell Richards rechte Hand und betreut mit ihm die Pilzzucht. Ursula fiel ihr Potential auf, und so beschloss sie, ihr Talent zu fördern. Sollte Anna die Eignungsprüfung bestehen, wird sie ab Januar in Moshi die Montessourischule besuchen.
Dickson Mfalamagoha, 19, aus Mbigili lebt mit seiner Mutter und seinem Bruder zusammen, der Vater ist seit 2004 tot. Das gesamte Geld für die Familie verdient der Bruder, der als saisonaler Gräber arbeitet, wenn nach den Regenzeiten die Felder der Bauern beackert werden müssen. Dickson hat mit 17 Jahren die Primary School beendet. Die konnte er finanzieren, weil er seinem Bruder half und seine Mutter seinen Wunsch, die Schule zu besuchen, unterstützte. Das Geld reichte aber nicht für die Secondary School. Um Geld zu verdienen bewarb er sich bei Lyimo als das AOHM gebaut wurde, und wurde eingestellt. Durch Ursula und Lyimo erfuhr er von der Förderung und bat um weitere Ausbildung. Nun macht er am 8.12. die Prüfung für die Handwerkerschule, an deren Ende eine Ausbildung zum Metallhandwerker steht. Er möchte zwar lieber Soldat werden, aber dazu müsste er die Secondary School beendet haben- und Handwerk hat goldenen Boden.
Andrea Tem, 18, aus Igomtwa. Die Probleme begannen, als seine Mutter nach dem Tod des Vaters wieder heiratete. Andrea war der älteste von sechs Geschwistern und dem neuen Vater verhasst, eine ständige Erinnerung an den Vorgänger. Wie in sehr vielen vergleichbaren Fällen in Afrika, wurde er von der Mutter verstossen, um dem neuen Mann zu gefallen, der traditionell das männliche Kind des Vorgängers ablehnt. Er flog also raus und sollte bei seiner Oma wohnen. Da war er fünf. Als er eingeschult werden sollte, schickte die Oma ihn wieder zur Mutter zurück, da sie das Geld fuer die Schuluniformen nicht bezahlen konnte. Aber die Mutter kümmerte sich nicht um ihn und der Mann schlug ihn. Das nötige Geld wurde von Verwandten zusammengekratzt, er musste wieder zur Oma, bis er die 7. Klasse beendet hatte, dann flog er endgültig raus. Andrea gab nicht auf und organisierte sich Arbeit bei einem Schreiner. Seine Freizeit verbrachte er in der Kirche. Dort lernte er 2006 zufällig Evarist kennen, der als Fahrer für Ursula arbeitet. Der erzählte ihm vom AOHM und stellte ihn dort vor. Nun beginnt er ab Mai 2009 eine Ausbildung zum Mechaniker. Bis dahin arbeitet er auf dem Gelände und ist mit seiner stillen, fleissigen und zuverlässigen Art der beste Freund aller Jungen und eine grosse Hilfe für die übrige Belegschaft. Für seine Zukunft wünscht er sich den Besuch der Secondary School, aber keine Familie, weil das nach seinen Erfahrungen nur Unglück und Probleme bringt.
Flora Bruno, 19, aus Iringa. Floras Mutter starb, als sie fünf war. Der Vater, als sie 14 war. Da war nur noch sie und ihre jüngere Schwester im Haus. Ihr Onkel ist Pastor und hat in all den Jahren dafür gesorgt, dass sie die Primary School und später die Secondary School besuchen kann, weil sie so intelligent ist. Leider hatte er auch nicht mehr Geld und ging zu Ursula, die ihn kannte, um um eine Ausbildungshilfe für Flora zu fragen. Nun hat sie im Februar 2009 ihre Prüfung fuer die Ausbildung als Kinderärztin, bis dahin hilft sie im AOHM den Hausmamas. Sie liebt Wissenschaften und wünscht sich später eine eigene Familie.
Theresia Lunyungu, 18, aus Mafinga. Theresias Vater hatte sieben Frauen. Sie war das einzige Kind ihrer Mutter, hat aber ungefähr 14 Halbgeschwister. Der Vater starb 1992 an AIDS, die Mutter ein Jahr später. Sie lebte dann bei einer Tante und deren fünf Kindern. Sie ermöglichten ihr den Besuch der Primary und Secondary School, aber nach der 2. Stufe ging ihnen das Geld aus. Sie suchte Arbeit und fand durch eine Nonne von den Assemblies of God den Kontakt zu Ursula. Seit dem 5.5.2008 arbeitet sie jetzt als Helferin im blauen Haus, bis sie das Ergebnis ihrer Prüfung für die Fortsetzung ihres Besuches der Secondary School hat. Sie will Lehrerin werden und betreut im AOHM die Krabbelgruppe, die Kinder lieben sie alle heiß und innig.
Ajusta Fidege, 19, aus Imalutwa. Ajustas Tante ist Augenärztin. Als sie in Mbigili war, um die Kinder zu untersuchen, lernte sie Ursula kennen und berichtete ihr von Ajustas Schicksal. Kurze Zeit später kam Ajusta ins AOHM und fragte nach Förderung. Ajustas Eltern sind Bauern, die ihre fünf Kinder nur mit grosser Mühe aufziehen konnten. Das Leben war so hart, das Ajusta sofort Tränen in den Augen hat, wenn sie von ihrer Familie erzählt. Ajusta durfte als einzige zur Schule gehen weil sie so intelligent ist, das letzte Jahr der Secondary School hat dann schon Ursula bezahlt. Jetzt wartet sie im AOHM auf das Ergebnis ihrer Prüfung. Wie Barak Obama sagt sie: „Yes, I can” und träumt davon, Premierministerin zu werden. Sie gehört schon zur CCM, der amtierenden Partei.
Tumwimbie Madege, 16 aus Ngombe lebte seit dem frühen Tod der Eltern mit ihrem Cousin in einer hier so typischen Zweckgemeindschaft, die der Tod übrig lässt, zusammen, konnte aber nach einem Semester die Secondary School nicht mehr besuchen, weil kein Geld da war. Ihr Onkel war Schreiner bei Ursula, und so bekam sie Förderung, sodass sie jetzt die Secondary School beenden kann. Sie selber will Lehrerin werden und eine eigene Familie gründen.
Inyasi Shayo, 21, aus Moshi durchlief die Primary und Secondary School bis zur Form 4, dann ging ihm und seiner Mutter, eine Bäuerin, das Geld aus. Lyimo ist aber der Bruder von Inyasis Grossvater, und Lyimos Frau und seinen Kindern wohnen nebenan. Natürlich half Lyimo, Blut ist dicker als Wasser, und seit 09/07 arbeitet Inyasi im AOHM und fing jetzt im Oktober eine Ausbildung als Lehrer an. In seinen Ferien hilft er, wie alle Studenten, im Kinderdorf.
Aktuelle Freiwillige in Deutschland und Tansania:
Anna Lena Wachter (22) ist Studentin der Afrikanistik in Leipzig. Sie besuchte unser Projekt Anfang 2008 und war von unserem Konzept so überzeugt, dass sie sich seither aktiv engagiert. Sie ist verantwortlich für die Internetpräsenz sowie die Auswahl und Betreuung von Freiwilligen.
Bei allen Fragen bezüglich der Homepage, Freiwilligendienste oder Interesse an unserem Projekt, sowie Fragen zu Reisen nach Afrika im Allgemeinen, können sie sich jederzeit an sie wenden.
Kontakt:Anna Lena Wachter, Email: wachter.annalena@gmail.com oder Telephon: +49176 20435018