Samson

Archive for the ‘Allgemein’ Category

Berichte aus einem Waisenhaus in Tansania


Liebe Besucher! Um den Kindern im Amani Orphans Home eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen sind wir auf Sie angewiesen, schon kleine Spenden helfen uns! Mehr Informationen finden Sie auf unserer Spendenseite.



mondscheinforstarpageWillkommen auf der Homepage des Amani Orphans Home, des Waisenkinderdorfes in Mbigili, Tansania.
Nehmen Sie sich Zeit für einen virtuellen Rundgang durch unser Kinderdorf, das 2005 im südlichen Hochland Tansanias gegründet wurde. In jedem der vier Kinderhäuser wohnen 12 Waisenkinder sowie eine Hausmama und eine Helferin. Sie wollen den Kindern, die alle durch diverse Krankheiten, hauptsächlich AIDS, ihre Familien verloren haben, so weit als möglich eine liebevolle Ersatzfamilie geben. Helfen Sie uns, den Kindern ein menschenwürdiges Leben und eine Zukunft zu schenken. Besuchen Sie hier die einzelnen Häuser und lernen sie die Kinder kennen. Informieren Sie sich darüber, warum Ursula Lettgen eine NGO gründete, um in der Nähe von Iringa ein weiteres Kinderdorf aufzubauen. Oder surfen Sie doch einfach durch unsere Seiten! Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Sie können uns auch gern verlinken, und selbstverständlich für die Kinder spenden. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

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Und nun: safari njema! = angenehme Reise!


 

Was geschah im Dezember 2009 / Januar 2010

Der Dezember ist durch die Schulferien der ruhigste Monat im Kinderdorf, da mehr als die Hälfte der Kinder ihre noch lebenden Verwandten besuchen. Anfang des Monats konnte das grüne Haus dank eines einzigen Spenders mit einer neuen Solaranlage ausgerüstet werden. Da dort die meisten Kinder zwischen ein und drei Jahren wohnen, haben sich Hausmama Happy und Helferin Angel sehr gefreut, endlich auch abends Licht zu haben, was ihnen die Arbeit erleichtert. Vielen Dank!

Die Regenwassertanks wurden fertiggestellt. Alle Studenten, die von AOHM finanziell unterstützt werden, kamen in ihren Semesterferien, um bei der Farmarbeit zu helfen. Jetzt, in der Regenzeit, werden die Felder umgegraben und Mais gepflanzt.

Am 27.12. fuhren Mama Mosha, Mama Nicki, Mama Happy, Helferin Helena und Richard vier Tage nach Zanzibar. Für die meisten war es der erste Urlaub ihres Lebens, fuer den sie ein Jahr lang gespart hatten.  Das erste Mal in Dar es Salaam! Das erste Mal in einem Hotel! (Ja, man muss die Zimmer abschließen, wenn man das Hotel verlässt, obwohl in der Rezeption jemand sitzt, der aufpasst….! Zum Glück wurde nix geklaut!) Das erste Mal auf einem Schiff! Das erste Mal im Ozean geschwommen! Man kann die Momente ihres Glücks nicht erfassen, aber man sah in den Gesichtern der Frauen, wie sehr sie diese Anerkennung ihrer Arbeit genossen. Auf Zanzibar besuchten wir eine NGO, die ein Dorf im Norden der Insel unterstützt. Gemeinsam fuhren wir nach Kwenda, wo die Küste mit Hotels verbaut ist, die dem dahinter lebenden Fischern nicht nur den Zugang zum Meer verbieten, ihnen vor allem aber das Grundwasser wegnehmen.Besuch beim WasserprojektBeim baden im Ozean

Drei  40 Meter tiefe Brunnen, die für das gesamte Dorf mit 1300 Einwohnern zur Verfügung stehen, sind fast versiegt. Die Frauen des Dorfes sind den ganzen Tag damit beschäftigt, 35 Liter – Eimer aus der Tiefe zu ziehen. Danach besuchten wir die „andere“ Welt – und gingen schwimmen. Am nächsten Tag besuchten wir das staatliche Waisenhaus der Insel in Stonetown, in dem ich leider nicht fotografieren durfte. Es sah aus wie ein Gefängnis im Mittelalter- düster, riesig, heruntergekommen. 55 Kinder, teilweise geistig behindert, leben dort ohne Spielzeug oder irgendetwas im ersten Stock eines riesigen Hauses. Sie dürfen nicht raus, da das Waisenhaus neben einem öffentlichen Park (mit Spielplatz) liegt, der den Touristen vorbehalten ist. Demnächst werden sie an den Ortsrand verlegt, da das Bild eines Waisenhauses dem Tourismus nicht förderlich erscheint. Es war sehr interessant für unsere Mamas, ihre Erfahrungen mit den dortigen Mamas auszutauschen und die Situationen zu vergleichen. Sylvester besuchten wir ein kleines, nicht-kommerzielles Musikfestival im Süden der Insel und stießen mit Wasser auf ein erfolgreiches, glückliches und gesundes Neues Jahr an.

Im Januar kehrten alle Kinder pünktlich und wohlauf von ihrer Verwandtschaft zurück. Der Schulalltag hat alle wieder schnell eingenommen und auch im Kindergarten in Mbgili und im Kinderdorf wird wieder unterrichtet. In Mbgili verstärkt unsere weltwärtsfreiwillige Wiebke ihre Kollegin Irene. Insgesamt unterrichten sie jetzt zu zweit 70 Kinder. In unserem Kinderdorf geht es mit 16 Kindern doch ehr beschaulich zu, hier arbeitet unser weltwertsfreiwilliger Jan mit den größeren Kindern zusammen und bringt ihnen lesen, schreiben und rechnen bei.

Außerdem kümmern sich die beiden momentan um eine Volleyball AG am Sonntag auf unserem frisch renovierten Volleyballplatz. In Zusammenarbeit mit unserem Farmmanager Richard bringen sie den Kindern auch die Arbeit auf der Farm näher, was in der tansanischen Gesellschaft ein wichtiges Wissen darstellt. Auch von unserer Farm gibt es Neuigkeiten. Eine unserer Kühe hat gekalbt, womit die Anzahl der Jungtiere nun auf vier gestiegen ist. Zu unserem Bedauern ist es wieder ein Bulle. Wir haben ihn auf den Namen „Max“ getauft. Außerdem wurde eine Reparatur am Dach vom Kuhstall nötig, das durch den starken Wind etwas in Schieflage geraten ist. Das Problem wurde aber schon wieder behoben. Momentan arbeiten wir noch daran, dass so was nicht noch mal vorkommt.

Der Dezember ist durch die Schulferien der ruhigste Monat im Kinderdorf,

da mehr als die Hälfte der Kinder ihre noch lebenden Verwandten besuchen.

Anfang des Monats konnte das grüne Haus dank eines einzigen Spenders mit

einer neuen Solaranlage ausgerüstet werden. Da dort die meisten Kinder

zwischen ein und drei Jahren wohnen, haben sich Hausmama Happy und Helferin

Angel sehr gefreut, endlich auch abends Licht zu haben, was ihnen die

Arbeit erleichtert. Vielen Dank!

Die Regenwassertanks wurden fertiggestellt. Alle Studenten, die von AOHM

finanziell unterstützt werden, kamen in ihren Semesterferien, um bei der

Farmarbeit zu helfen. Jetzt, in der Regenzeit, werden die Felder umgegraben

und Mais gepflanzt.

Am 27.12. fuhren Mama Mosha, Mama Nicki, Mama Happy, Helferin Helena und

Richard vier Tage nach Zanzibar. Für die meisten war es der erste Urlaub

ihres Lebens, fuer den sie ein Jahr lang gespart hatten.  Das erste Mal in

Dar es Salaam! Das erste Mal in einem Hotel! (Ja, man muss die Zimmer

abschließen, wenn man das Hotel verlässt, obwohl in der Rezeption jemand

sitzt, der aufpasst….! Zum Glück wurde nix geklaut!) Das erste Mal auf

einem Schiff! Das erste Mal im Ozean geschwommen! Man kann die Momente

ihres Glücks nicht erfassen, aber man sah in den Gesichtern der Frauen, wie

sehr sie diese Anerkennung ihrer Arbeit genossen.

Auf Zanzibar besuchten wir eine NGO, die ein Dorf im Norden der Insel

unterstützt. Gemeinsam fuhren wir nach Kwenda, wo die Küste mit Hotels

verbaut ist, die dem dahinter lebenden Fischern nicht nur den Zugang zum

Meer verbieten, ihnen vor allem aber das Grundwasser wegnehmen. Drei  40

Meter tiefe Brunnen, die für das gesamte Dorf mit 1300 Einwohnern zur

Verfügung stehen, sind fast versiegt. Die Frauen des Dorfes sind den

ganzen Tag damit beschäftigt, 35 Liter – Eimer aus der Tiefe zu ziehen.

Danach besuchten wir die „andere“ Welt – und gingen schwimmen.

Am nächsten Tag besuchten wir das staatliche Waisenhaus der Insel in

Stonetown, in dem ich leider nicht fotografieren durfte. Es sah aus wie ein

Gefängnis im Mittelalter- düster, riesig, heruntergekommen. 55 Kinder,

teilweise geistig behindert, leben dort ohne Spielzeug oder irgendetwas im

ersten Stock eines riesigen Hauses. Sie dürfen nicht raus, da das

Waisenhaus neben einem öffentlichen Park (mit Spielplatz) liegt, der den

Touristen vorbehalten ist. Demnächst werden sie an den Ortsrand verlegt, da

das Bild eines Waisenhauses dem Tourismus nicht förderlich erscheint. Es

war sehr interessant für unsere Mamas, ihre Erfahrungen mit den dortigen

Mamas auszutauschen und die Situationen zu vergleichen.

Sylvester besuchten wir ein kleines, nicht-kommerzielles Musikfestival im

Süden der Insel und stießen mit Wasser auf ein erfolgreiches, glückliches

und gesundes Neues Jahr an.

Im Januar kehrten alle Kinder pünktlich und wohlauf von ihrer

Verwandtschaft zurück. Der Schulalltag hat alle wieder schnell eingenommen

und auch im Kindergarten in Mbgili und im Kinderdorf wird wieder

unterrichtet. In Mbgili verstärkt unsere weltwärtsfreiwillige Wiebke ihre

Kollegin Irene. Insgesamt unterrichten sie jetzt zu zweit 70 Kinder. In

unserem Kinderdorf geht es mit 16 Kindern doch ehr beschaulich zu, hier

arbeitet unser weltwertsfreiwilliger Jan mit den größeren Kindern zusammen

und bringt ihnen lesen, schreiben und rechnen bei.

Außerdem kümmern sich die beiden momentan um eine Volleyball AG am Sonntag

auf unserem frisch renovierten Volleyballplatz. In Zusammenarbeit mit

unserem Farmmanager Richard bringen sie den Kindern auch die Arbeit auf der

Farm näher, was in der tansanischen Gesellschaft ein wichtiges Wissen

darstellt.

Auch von unserer Farm gibt es Neuigkeiten. Eine unserer Kühe hat gekalbt,

womit die Anzahl der Jungtiere nun auf vier gestiegen ist. Zu unserem

Bedauern ist es wieder ein Bulle. Wir haben ihn auf den Namen „Max“

getauft. Außerdem wurde eine Reparatur am Dach vom Kuhstall nötig, das

durch den starken Wind etwas in Schieflage geraten ist. Das Problem wurde

aber schon wieder behoben. Momentan arbeiten wir noch daran, dass so was

nicht noch mal vorkommt.

 

Weihnachten im Kinderdorf 2009

Das Weihnachtsfest 2009 begann am 24.12. mit der Dekoration der Kinderhäuser. Unser Besucher Oliver hatte tagelang Papiersterne gebastelt, Zweige geschmückt und sogar einen Weihnachtsbaum organisiert. Als Schmuck wurden Blüten und Engelsfiguren aufgehängt.
Derweil übte Anja, die Tochter von Christa Hettrich, mit einigen Kindern und Mamas die szenische Darstellung der Weihnachtsgeschichte ein. Um 21 Uhr, im Schein von Petroleumlampen, versammelten wir uns mit der Dorfgemeinschaft von Mbigili zur Abendmesse in der nahe gelegenen Kirche.

Weihnachten im KinderdorfAm nächsten Morgen besuchte uns Misses Msolla, die Frau des Kultusministers. Sie brachte den Kindern Süßigkeiten, 40 Moskitonetze und besuchte Lilian, unser schwerkrankes „Mondscheinkind“.
Währenddessen herrschte in der Küche vom Staffhouse Hochbetrieb: Christa, ihr Mann Roland und Anja, buken zusammen mit Oliver und Wiebke Schaper Plätzchen, rührten Schokoladenpudding und alle verpackten die Geschenke für die Mitarbeiter und die Kinder, die nicht über die Ferien ihre Restfamilie besuchen konnten.
Nach einem opulenten Mittagessen – Jan Ellers schlachtete dafür mit Richard eine Ziege, einige Hasen und Meerschweinchen – gab es Bescherung und glänzende Kinderaugen. Jeder bekam ein kleines Geschenk; natürlich auch Lilian, die leider zu schwach war und daher nicht mit den anderen Kindern zusammen feiern konnte.

Weihnachten 2009Danach wurden die Weihnachtsgrüsse von Mama Ursula verlesen und die „Schauspieler“ führten die Weihnachtsgeschichte auf. Dies fand so großen Beifall, dass es in kommenden Jahren zum festen Repertoire des Amani Orphans Home Mbigili – Weihnachten werden soll. Zur Entspannung der Mamas waren dann die Wazungus (Weiße) mit dem gesamten Abwasch dran. Nach einem späten Abendessen und einigen Liedern lagen alle Kinder, Mitarbeiter und Gäste mit dem schönen Gefühl im Bett, ein besonders schönes Weihnachten 2009 erlebt zu haben.

 

Was geschah im…Okotber 2009

MondscheinkinderMitte Oktober kamen die „Mondscheinkinder“ Lilian und Upendo zusammen mit ihrem Bruder Jakob, der auch erste Symptome der Krankheit zeigt, und ihrer Mutter wieder ins Kinderdorf. Sie waren von der letzten Behandlung im Krankenhaus in Dar es Salaam in ihr Heimatdorf zurueckgekehrt, weil die Ärzte dort der Mutter gesagt haben, dass nichts ihren Kindern helfen wird und sie in jedem Fall sterben muessen. Daraufhin hat die Mutter keinen Sinn mehr in der Behandlung durch weisse Ärzte gesehen und hat die Kinder wieder einem „Witchdoctor“(Medizinmann) in ihrem Heimatdorf anvertraut. Gluecklicherweise konnten wir sie zur Rueckkehr ueberreden, Lilian ging es bereits sehr schlecht und sie musste sofort wieder ins Krankenhaus zu einer weiteren Tumoroperation.

maria francoWir haben zwei neue Kinder: Baracka, 3, ist von seiner Mutter getrennt worden, da sie geistig verwirrt ist, seit ihr Mann sie mit einer Machete schwer am Kopf verletzt hat. Maria, 7, hat mit ihrer Mutter auf der Strasse in Iringa gelebt und musste von diesen Lebensumständen geschuetzt werden. Sie ist sehr selbstbewusst, aber scheint noch nicht von diesem Leben „verdorben“.

Es tummeln sich mehrere Schafe, Ziegen, 3 Schweine und 6 Kuehe auf dem Gelände. Ein Kalb ist schon geboren, und bald kommen 2 Esel dazu. Heute Nacht wurden 9 Hundebabies geboren! Leider sind beide Affen verschwunden, und von den 6 Katzen leben auch nur noch zwei.

brunnenDurch die extreme Trockenheit der letzten Monate werden fuer jedes Haus unterirdische Regenwasserspeicher angelegt, die fast fertig sind. Außerdem wird ein Standort fuer einen 30-45 m tiefen Tiefbrunnen bestimmt, der im nächsten Jahr fertiggestellt werden soll. Die Probebohrungen muessen aber jetzt sein, solange der Wasserstand noch so niedrig ist.

Kindergarten EröffnungAm 23.10. wurde in Mbigili offiziell der Kindergarten eingeweiht, den wir dem Dorf im Gegenzug fuer unser Grundstueck gestiftet haben. Jetzt muessen nur noch Möbel, Spielzeug und eine Kindergärtnerin gefunden werden. Das Haus jedenfalls steht, und sehr, sehr viele Dorfkinder warten sehnlichst drauf, es zu benutzen.

Die beiden Freiwilligen Lisa Marx und Tjorven Zehme sind wieder nach Deutschland abgereist und haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die Kinder und Mitarbeiter haben sich auch ueber den Besuch von Klaudia Schmitz und Christoph Lettgen gefreut, die jetzt zusammen mit Lyimo Riwato und Ursula Lettgen alle wieder nach Deutschland zurueckgekehrt sind.

Seit Anfang Oktober hat Alberto endlich die Buchfuehrung etc. von Mama Mosha uebernommen.

Unsere Kinder beim Tanzen

In Iringa findet am 14.11. die erste von zwei Ausstellungen meiner Fotos vom Kinderdorf im Neemas Cafe statt. Die 16 Bilder werden fuer je 20.000 TSH (ca. 15,– €) verkauft, von denen wir 16.000 TSH fuers Kinderdorf bekommen. Die zweite Ausstellung ist fuer Februar geplant.

Am 30.Oktober begann mein Sprachkurs , ebenfalls in Iringa.

Ingo Lenz

 

Was geschah September / Oktober 2009

Ein Bericht von unserer Freiwilligen Lisa Marx.

Den Kindern geht es allen gut sie entwickeln sich prächtig und machen alle einen zufriedenen und glücklichen Eindruck. Nach einer Windpockenphase, von denen ca. 12 Kinder betroffen waren und 6 gleichzeitigen Malariafällen sind zur Zeit alle wieder gesund und munter.
Theresia, unsere Jüngste, kann sogar schon laufen. Aber am liebsten wird sie immer noch von einem der älteren Kinder getragen. Der Kindergarten unter der Leitung von Magdalena läuft richtig gut. Die Kleinen lernen englische Lieder und können alle schon zählen. Seit dem 5. Oktober kommen sogar Kinder aus Mbigili in unseren Kindergarten..Ihnen gefällt es sehr gut und sie verstehen sich gut mit unseren Kindern. Am 23. September gab es eine große Feier, da 18 unserer Kinder getauft wurden. Der Pfarrer kam extra zu uns ins Dorf und gemeinsam mit einigen Dorfbewohnern und Verwandten der Täuflinge haben wir bis abends gefeiert und gegessen.

Am 3. Oktober gab es dann die nächste Feier. Maria wurde gefirmt. Nach einer Messe in Mbigili wurde sie von allen Kindern, Mamas und Mitarbeitern des Dorfes mit Luftballons und Seifenblasen empfangen. Zur Feier des Tages gab es Kuchen, Popcorn und Rosellatee. Bis abends haben wir gefeiert, gesungen und getanzt. Marias Schwester und deren Tochter waren auch dabei.

Für unsere beiden Mondscheinkinder Lillian und Upendo haben wir Extrakleidung aus den USA bekommen, UV-abweisende Folie für die Fenster gekauft und Spezialkappen hergestellt.

Der Tierbestand im Kinderdorf ist ständig am wachsen. Am 1. Oktober hat unsere Kuh Lisa einen kleinen Leo geboren. “Leider” ist es ein Bulle und wird daher wahrscheinlich gemästet und anschließend verkauft. Weitere Kühe sind trächtig und erwarten bald ihre Kälber. Wir sind gespannt. Kuh Lisa gibt viel Milch, das ist gut so. Der Plan ist, dass jedes Kind pro Tag eine halbe Tasse Milch bekommt. Wir wissen nur noch nicht, wie die Kinder sie vertragen. Des Weiteren haben wir mittlerweile einige Enten, viele Meerschweinchen und Hasen mit 4 ganz kleinen Hasenbabys. Unser neuster Zuwachs sind ca. 30 Tauben, die wir aus dem Dorf bekommen haben. Eine traurige Nachricht gibt es leider auch, unser Dorfaffe Obama wurde wahrscheinlich von einem Vogel getötet, zumindest ist er uns seit 2 Wochen nicht mehr begegnet.

Auch die Pilzzucht macht große Fortschritte, gerade gab es eine Pilzernte. Sie sind zum Einen für den Eigenbedarf und zum Anderen werden sie für 500 tsh pro Kilo in der Stadt verkauft. Die Biogasanlage kann bald genutzt werden und somit das Dorf um einen weiteren Faktor bereichern. Außerdem sind zur Zeit fleißige Arbeiter dabei die Gruben für die vier geplanten Tiefenbrunnen auszuheben.

Seit ca. 2 Monaten wird der von Deutschland gesponserte Ofen öfters und vielseitiger genutzt. Es wird nicht mehr nur Brot, sondern auch Kekse, Pizza, Kuchen und vieles mehr gebacken. Das dient zum Einen der Freude des Dorfes zum Anderen werden Brot und Brötchen und hoffentlich bald auch Kuchen und Kekse in der Stadt verkauft.

Der Kindergarten in Mbigili ist auch fertig und wartet nur noch auf die Einweihung. Das Fest soll voraussichtlich am 15 Oktober stattfinden. Außerdem versuchen wir immer noch unser großes Auto zu verkaufen, weil es einfach viel zu viel Benzin schluckt.

Über die Semesterferien sind unsere Studenten zum Arbeiten ins Dorf gekommen. Hilda ( Jura in Mwanza) besuchte uns für ein paar Wochen, Damaris ( Medizin in Dar) war ca. 2 Monate bei uns, Gerald (Councelling in Iringa) war die ganzen Ferien vor Ort und Gloria (Wildlifemanagement in Morogoro) kam Ende September zu uns.

Ansonsten wird es langsam Sommer in Mbigili. Es wird immer wärmer nur noch abends wird es durch den wind etwas frisch. Die ersten Regenfälle, die wir dringend bräuchten, wurden schon vorausgesagt, blieben aber bis dato noch aus.

 

Brief von Ursula Lettgen

Liebe Freunde unseres Amani Kinderdorfs,
nun sind schon fast 2 Monate vergangen, dass ich hier angekommen bin, und Sie haben noch immer nichts von mir gehört. Ich bitte um Entschuldigung – mein Laptop verweigert den Dienst, und auch 2 Reparaturen haben ihm nicht geholfen.

Nun zum Kinderdorf:
Alle Kinder sind wohl auf, nur jetzt im September sind über die Hälfte krank oder krank gewesen: Erkältungen, Windpocken, Bronchitis, Malaria …. Das ist in jedem Jahr zu dieser Zeit so, bedingt durch Stürme und viel Staub in der Luft.
Inzwischen leben auf unserer Farm viele Tiere. Kuh Lisa wird diese Woche kalben, 1 Zicklein ist schon geboren und bald gibt’s Lämmer. Richard hat 20 Tauben gekauft und ihnen einen schönen Stall gebaut. Die Enten haben 31 Junge, die Hühner 19 Küken. Die Pilzzucht bringt gute Erlöse. Täglich können wir 2-4 kg verkaufen.
Seit ein paar Tagen ist Alberto bei uns und arbeitet für das Kinderdorf. Er ist fertig ausgebildeter Buchhalter/-prüfer. Wir haben ihm die weiterführende Schule und die Universität finanziert. Er ist sehr zuverlässig und gewissenhaft. Ich bin sehr froh, nun endlich einen zuverlässigen Buchhalter zu haben.
Während meiner und Lyimos Abwesenheit wird er das Team Mama Mosha, Richard und Ingo Lenz, die während meiner langen Krankheit Erstaunliches im Kinderdorf geleistet haben, unterstützen.

Gebaut haben wir in diesem Jahr hier im Kinderdorf nichts Neues, lediglich Dinge ausgebessert und ergänzt, z.B. an 4 Häusern Dachrinnen angebracht. Durch das Engagement von Ingo Lenz können wir für 2 weitere Häuser Solaranlagen anschaffen.

Anfang November bin ich wieder in Deutschland, dann werde ich Ihnen unsere Pläne für nächstes Jahr mitteilen.
Ich bin so froh, dass es mir so gut geht, dass ich meine Arbeit wieder aufnehmen konnte, wenn auch noch mit verminderter Kraft. Hier haben sich alle sehr gefreut, mich wieder gesund zu sehen. Wir feierten sogar eine Messe zur Danksagung im Kinderdorf. Gleichzeitig wurden 20 Kinder getauft. Anschließend gab es ein gemeinsames Essen für ca. 250 Personen.

Wir grüßen alle recht herzlich

Ursula Lettgen

 

Amani Orphans Home Mbigili kooperiert mit der Universität Konstanz

Vor kurzem hat Ingo Lenz unser Projekt in der Forschungs- und Modellambulanz für Flüchtlinge in Konstanz vorgestellt. Die Ambulanz wird in Partnerschaft von der Universität Konstanz und vivo international betrieben.
Viele unserer Kinder sind durch ihre Vorgeschichte traumatisiert, da sie oft häusliche Gewalt erfahren mussten oder missbraucht wurden. Die Mitarbeiter der Ambulanz in Koblenz therapieren traumatisierte Flüchtlinge vor Ort und unterstützen drei weitere Projekte in Äthiopien, Uganda und im Kongo. In Zukunft sollen zwei unserer afrikanischen Mitarbeiter als Laientherapeuten ausgebildet werden, um die Kinder besser betreuen zu können. Außerdem sollen alle Hausmütter besser zu den Themen HIV und Aufklärung geschult werden.

Dazu werden 3 Mitarbeiter der Universität Konstanz und vivo international unser Projekt im Februar 2010 für einige Zeit besuchen. Spätere Besuche sollen im Sechs-Monatsrhythmus erfolgen, um einen messbaren Erfolg sicher zu stellen. Wir möchten uns an dieser Stelle für die Unterstützung der Universität Konstanz und vivo international bedanken und freuen uns auf eine langjährige Zusammenarbeit.

 

Viele neue Dinge zu entdecken

Liebe Besucher, ständig verändert sich was bei uns im Kinderdorf. Irgendwo wird immer gebaut, die Kinder werden größer und natürlich schlauer. Inzwischen haben wir auch endliche tierische Neuankömmlinge bekommen: unsere Kühe, die schon bald die Biogasanlage in Betrieb nehmen.

Wir haben in den letzten zwei Wochen, mit tatkräftiger Unterstützung von Benjamin, dem momentanen Freiwilligen in Mbigili, die Texte der Seite aktualisiert und erweitert. Natürlich machen auch die Kinder Fortschritte und es kommen neue hinzu. Um Sie auf dem Laufenden zu halten haben wir deshalb auch diese Texte überarbeitet.

Es gibt auch viel neues Material: In den Bildergalerien haben wir neue, schöne Fotos von den Kindern, der Umgebung und dem Kinderdorf und seinen tierischen Bewohnern. Unter dem Menüpunkt Wissenswertes haben wir einige interessante Informationen über Tansania für Sie. Außerdem laden wir Sie dazu ein einmal virtuell durch das Kinderdorf zu schlendern. Auf der Seite “Virtueller Rundgang” haben Sie nun die Möglichkeit dazu.

Wir wünschen allen alten und neuen Besuchern viel Spaß beim Entdecken der Seite!

 

Spendenaufruf für Lilian und Upendo

Lilian und Upendo sind vor zwei Monaten zu uns ins Kinderdorf gekommen. Die Mutter wusste nicht mehr weiter, in ihrem Heimatdorf wurden ihre Kinder wegen ihres Aussehens angefeindet. Der Vater ist verschwunden.

Wie sich herausstellte haben die beiden eine Krankheit, die sich Xeroderma Pigmentosum nennt, besser bekannt als „Mondscheinkrankheit“. Menschen mit dieser extrem seltenen Krankheit reagieren allergisch auf UV-Strahlen. In der Nähe des Äquators ein Martyrium. Die Haut entzündet sich und es bilden sich Tumore und schwarzer Hautkrebs. Bei Lilian und Upendo sind außerdem die Pupillen getrübt. Sie haben bereits den grauen Star.

In Mbigili versuchen wir dennoch, ihnen ein kindgemäßes Leben zu ermöglichen und inzwischen haben sie sich trotz ihres erschreckenden Aussehens gut eingelebt und Anschluss an die Kinderdorffamilie gefunden.
Es wurden bereits spezielle Folie für die Fenster der Kinderhäuser und Kopfbedeckungen vom XP Selbsthilfeverein XP Freu(n)de, Herr Prenting gespendet. Für diese Hilfe möchten wir uns herzlich bedanken.
Leider ist die Krankheit bei Lilian schon sehr weit fortgeschritten und ihre Hautanomalien müssen alle drei Monate in Daressalam operiert werden. Da diese Finanzierung für uns sehr schwierig ist, benötigen wir ihre Hilfe! Helfen Sie uns, Lilian und Upendo das Leben etwas erträglicher zu machen. Wir sind über jede Spende dankbar.

Unser Spendenkonto:
Katholische Pfarrgemeinde St. Hubertus
Kontonr.: 3300113027
BLZ: 320 613 84
Volksbank an der Niers
Betreff: Mondscheinkinder

 

Die neue Homepage

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