Was geschah im…Okotber 2009
Posted in Allgemein, Rundbriefe on 11/08/2009 10:54 am by admin
Mitte Oktober kamen die „Mondscheinkinder“ Lilian und Upendo zusammen mit ihrem Bruder Jakob, der auch erste Symptome der Krankheit zeigt, und ihrer Mutter wieder ins Kinderdorf. Sie waren von der letzten Behandlung im Krankenhaus in Dar es Salaam in ihr Heimatdorf zurueckgekehrt, weil die Ärzte dort der Mutter gesagt haben, dass nichts ihren Kindern helfen wird und sie in jedem Fall sterben muessen. Daraufhin hat die Mutter keinen Sinn mehr in der Behandlung durch weisse Ärzte gesehen und hat die Kinder wieder einem „Witchdoctor“(Medizinmann) in ihrem Heimatdorf anvertraut. Gluecklicherweise konnten wir sie zur Rueckkehr ueberreden, Lilian ging es bereits sehr schlecht und sie musste sofort wieder ins Krankenhaus zu einer weiteren Tumoroperation.
Wir haben zwei neue Kinder: Baracka, 3, ist von seiner Mutter getrennt worden, da sie geistig verwirrt ist, seit ihr Mann sie mit einer Machete schwer am Kopf verletzt hat. Maria, 7, hat mit ihrer Mutter auf der Strasse in Iringa gelebt und musste von diesen Lebensumständen geschuetzt werden. Sie ist sehr selbstbewusst, aber scheint noch nicht von diesem Leben „verdorben“.
Es tummeln sich mehrere Schafe, Ziegen, 3 Schweine und 6 Kuehe auf dem Gelände. Ein Kalb ist schon geboren, und bald kommen 2 Esel dazu. Heute Nacht wurden 9 Hundebabies geboren! Leider sind beide Affen verschwunden, und von den 6 Katzen leben auch nur noch zwei.
Durch die extreme Trockenheit der letzten Monate werden fuer jedes Haus unterirdische Regenwasserspeicher angelegt, die fast fertig sind. Außerdem wird ein Standort fuer einen 30-45 m tiefen Tiefbrunnen bestimmt, der im nächsten Jahr fertiggestellt werden soll. Die Probebohrungen muessen aber jetzt sein, solange der Wasserstand noch so niedrig ist.
Am 23.10. wurde in Mbigili offiziell der Kindergarten eingeweiht, den wir dem Dorf im Gegenzug fuer unser Grundstueck gestiftet haben. Jetzt muessen nur noch Möbel, Spielzeug und eine Kindergärtnerin gefunden werden. Das Haus jedenfalls steht, und sehr, sehr viele Dorfkinder warten sehnlichst drauf, es zu benutzen.
Die beiden Freiwilligen Lisa Marx und Tjorven Zehme sind wieder nach Deutschland abgereist und haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die Kinder und Mitarbeiter haben sich auch ueber den Besuch von Klaudia Schmitz und Christoph Lettgen gefreut, die jetzt zusammen mit Lyimo Riwato und Ursula Lettgen alle wieder nach Deutschland zurueckgekehrt sind.
Seit Anfang Oktober hat Alberto endlich die Buchfuehrung etc. von Mama Mosha uebernommen.
In Iringa findet am 14.11. die erste von zwei Ausstellungen meiner Fotos vom Kinderdorf im Neemas Cafe statt. Die 16 Bilder werden fuer je 20.000 TSH (ca. 15,– €) verkauft, von denen wir 16.000 TSH fuers Kinderdorf bekommen. Die zweite Ausstellung ist fuer Februar geplant.
Am 30.Oktober begann mein Sprachkurs , ebenfalls in Iringa.
Ingo Lenz
